Jubiläumsfeier in der Aula

Im großen Stile feierte der 1. Würselener Karnevalsverein in der Aula an der Klosterstraße sein acht mal elfjähriges Bestehen, eingeschlossen fünf mal elf Jahre erfolgreiche Jugendarbeit und elf Jahre Senat. Zum Festabend begrüßte Präsident Harald Brodmüller, der locker vom Hocker das Programm moderierte, neben den Repräsentanten des düvelstädtischen Karnevals auch Gäste aus der Kaiserstadt, unter anderem die „Oecher Börjerwehr“ und die „Oecher Jonge“. Die Glückwünsche des Verbands der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise überbrachte dessen Vizepräsident Hans-Josef Bülles, indem er die Fahne mit der Jubiläumsschleife dekorierte. Umrahmt wurde das Festprogramm durch neue Tänze der eigenen Formationen. Den Anfang machten die kleinen Tänzerinnen, die für ihre Darbietung donnernden Applaus ernteten, nicht minder die Jugendgarde und deren Marie Romina Selano, die charmant und temperamentvoll ihre Beinchen warf. Der Boden war bereitet für den Festredner Staatssekretär a. D. Achim Großmann, seines Zeichen Vorsitzender der Kulturstiftung. Er ging im Plauderton der Frage nach, ob der WKV wirklich der erste Karnevalsverein war. Dabei drehte er das Rad der Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurück. So gab es um 1700 auf Würselener Narrenboden bereits „De Kauchejonge“ und in der Zeit von 1830 bis 1840 die „Fittesse“. Aus dem Jahre 1857 erwähnte Großmann einen großen Maskenzug. 1862 bewegten sich sogar zwei Karnevalszüge an einem Tag durch die spätere Düvelstadt. Das erste Fotodokument von einem solchen Zug ist auf 1903 datiert. 1911 wurde die KG „Route Eulen“ gegründet, die bis zum Zweiten Weltkrieg Bestand hatte. In dieser Zeit wurde, wie der Festredner mit Quellentexten belegte, der Karneval getragen von den Vereinen und von den Wirtschaften. Nach dem Ersten Weltkrieg durfte erst gar nicht mehr gefeiert werden, dann vorerst nur in „geschlossenen“ Räumen. 1928 sei erstmals wieder ein Karnevalsumzug erlaubt gewesen. Von 1918 bis 1928 sei der Karneval nur durch humoristische Veranstaltungen am Leben erhalten worden. Auch die „Roten Eulen hatten die Verbotszeit unbeschadet überstanden und mischten dann in der Pflege des Brauchtums wieder gehörig mit. Aus einer Stammtischrunde, die in der Gaststätte „Zur Krone“ am Markt bei Philipp Strang zu Hause war, gründete sich 1928 der Würselener Karnevalsverein. Nach dem Verbot während der Nazizeit fiel der Wiederanfang schwer, wo doch das Vereinslokal in Trümmern lag. Schließlich fand 1948 die erste Veranstaltung im Konzerthaus „Zum Kank“ statt. Ein Jahr später proklamierte der WKV mit Eduard I. (Johnen) den ersten Prinzen. Es folgten Peter I. (Krings) mit Tanzmariechen Luise Keller und Bernhard I. (Reiners) 1951. Im selben Jahr wurde die Prinzengarde ins Leben gerufen. Ein Jahr später gründete sich der Ausschuss Würselener Karneval (heute: Komitee) unter dem unvergessenen Präsidenten Pitt Kogel. Es bildeten sich eine Reihe von Eigengewächsen heraus, die sich auf der karnevalistischen Bühne „produzierten“. Großmanns Fazit: „Der 1. Würselener Karnevalsverein hat sich vor allem um den Volkskarneval in seiner Heimatstadt verdient gemacht.“ und: „Der älteste Würselener Karnevalsverein ist dabei immer jung geblieben.“ Weiterhin den Volkskarneval lebendig zu halten, dazu animierte er seine Aktiven und freute er sich auf viele weitere Jahre. Der Verein habe die Menschen 1928 aus ihrer Alltags-Tristesse herausgeholt, überbrachte Bürgermeister Arno Nelles die Glückwünsche von Rat und Verwaltung. „Wir dürfen stolz auf ihn sein!“ Nach einem Ständchen, dargeboten vom Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ unter Rudi Bleser nahm VKAG-Vize Bülles noch vier Ehrungen vor. Das Grenzlandwappen verlieh er Bruno Breuer, Dominik Sechet und dem Senatspräsidenten Günter Wendlandt. Im Auftrage des Bundes Deutscher Karneval würdigte Bülles die vielfältigen Verdienste, die sich Josef Pohle um die Pflege des Brauchtums erwarb, mit der Verleihung des BDK-Ordens mit Brillanten. Die Gratulationskur eröffnete der Präsident des Komitees Würselener Karneval, Hans Sinken.

Beim Ordensfest am folgenden Tag „regnete“ es Sessionsorden. Die Vorstellung nahm Senator Hannes Arnolds, der spiritus rector, vor. Gewidmet ist der dem 2014 verstorbenen Frontmann der „Bänkelsänger“, Franz-Josef Esser. Zentrales Motiv des Sessionsordens 2017 bildet das Haus in der Lehnstraße 27, dem ehemaligen privaten Stadthaus der Ziegelleibesitzer Rahser. Es erinnert heute noch daran, dass Hunderte von Jahren in Würselen „Läehm jebrannt“ wurde. In den späten 1960er Jahre erwarben die Eltern von Hannes Arnolds das Haus an der Lehnstraße 27. Es wurde von da an zum Elternhaus, indem Mutter Finni Arnolds heute noch wohnt. Danach stieß das rassige Mariechen Romina (Krönchen) die Tür zu einer „Kölschen Nacht“ der Spitzenklasse weit auf. Alle Register des Kölners Karnevals zogen die „Drei Colonias“, „De Räuber“ mit Frontmann Torben Klein – er hatte ein Heimspiel - und „De Halunke“. 700 Besucher waren mit ihnen ein paar Stunden lang in ihrem Element.

Im großen Stile feierte der 1. Würselener Karnevalsverein in der Aula an der Klosterstraße sein acht mal elfjähriges Bestehen, eingeschlossen fünf mal elf Jahre erfolgreiche Jugendarbeit und elf Jahre Senat. Zum Festabend begrüßte Präsident Harald Brodmüller, der locker vom Hocker das Programm moderierte, neben den Repräsentanten des düvelstädtischen Karnevals auch Gäste aus der Kaiserstadt, unter anderem die „Oecher Börjerwehr“ und die „Oecher Jonge“. Die Glückwünsche des Verbands der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise überbrachte dessen Vizepräsident Hans-Josef Bülles, indem er die Fahne mit der Jubiläumsschleife dekorierte. Umrahmt wurde das Festprogramm durch neue Tänze der eigenen Formationen. Den Anfang machten die kleinen Tänzerinnen, die für ihre Darbietung donnernden Applaus ernteten, nicht minder die Jugendgarde und deren Marie Romina Selano, die charmant und temperamentvoll ihre Beinchen warf. Der Boden war bereitet für den Festredner Staatssekretär a. D. Achim Großmann, seines Zeichen Vorsitzender der Kulturstiftung. Er ging im Plauderton der Frage nach, ob der WKV wirklich der erste Karnevalsverein war. Dabei drehte er das Rad der Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurück. So gab es um 1700 auf Würselener Narrenboden bereits „De Kauchejonge“ und in der Zeit von 1830 bis 1840 die „Fittesse“. Aus dem Jahre 1857 erwähnte Großmann einen großen Maskenzug. 1862 bewegten sich sogar zwei Karnevalszüge an einem Tag durch die spätere Düvelstadt. Das erste Fotodokument von einem solchen Zug ist auf 1903 datiert. 1911 wurde die KG „Route Eulen“ gegründet, die bis zum Zweiten Weltkrieg Bestand hatte. In dieser Zeit wurde, wie der Festredner mit Quellentexten belegte, der Karneval getragen von den Vereinen und von den Wirtschaften. Nach dem Ersten Weltkrieg durfte erst gar nicht mehr gefeiert werden, dann vorerst nur in „geschlossenen“ Räumen. 1928 sei erstmals wieder ein Karnevalsumzug erlaubt gewesen. Von 1918 bis 1928 sei der Karneval nur durch humoristische Veranstaltungen am Leben erhalten worden. Auch die „Roten Eulen hatten die Verbotszeit unbeschadet überstanden und mischten dann in der Pflege des Brauchtums wieder gehörig mit. Aus einer Stammtischrunde, die in der Gaststätte „Zur Krone“ am Markt bei Philipp Strang zu Hause war, gründete sich 1928 der Würselener Karnevalsverein. Nach dem Verbot während der Nazizeit fiel der Wiederanfang schwer, wo doch das Vereinslokal in Trümmern lag. Schließlich fand 1948 die erste Veranstaltung im Konzerthaus „Zum Kank“ statt. Ein Jahr später proklamierte der WKV mit Eduard I. (Johnen) den ersten Prinzen. Es folgten Peter I. (Krings) mit Tanzmariechen Luise Keller und Bernhard I. (Reiners) 1951. Im selben Jahr wurde die Prinzengarde ins Leben gerufen. Ein Jahr später gründete sich der Ausschuss Würselener Karneval (heute: Komitee) unter dem unvergessenen Präsidenten Pitt Kogel. Es bildeten sich eine Reihe von Eigengewächsen heraus, die sich auf der karnevalistischen Bühne „produzierten“. Großmanns Fazit: „Der 1. Würselener Karnevalsverein hat sich vor allem um den Volkskarneval in seiner Heimatstadt verdient gemacht.“ und: „Der älteste Würselener Karnevalsverein ist dabei immer jung geblieben.“ Weiterhin den Volkskarneval lebendig zu halten, dazu animierte er seine Aktiven und freute er sich auf viele weitere Jahre. Der Verein habe die Menschen 1928 aus ihrer Alltags-Tristesse herausgeholt, überbrachte Bürgermeister Arno Nelles die Glückwünsche von Rat und Verwaltung. „Wir dürfen stolz auf ihn sein!“ Nach einem Ständchen, dargeboten vom Bundestambourkorps „Alte Kameraden“ unter Rudi Bleser nahm VKAG-Vize Bülles noch vier Ehrungen vor. Das Grenzlandwappen verlieh er Bruno Breuer, Dominik Sechet und dem Senatspräsidenten Günter Wendlandt. Im Auftrage des Bundes Deutscher Karneval würdigte Bülles die vielfältigen Verdienste, die sich Josef Pohle um die Pflege des Brauchtums erwarb, mit der Verleihung des BDK-Ordens mit Brillanten. Die Gratulationskur eröffnete der Präsident des Komitees Würselener Karneval, Hans Sinken.

Beim Ordensfest am folgenden Tag „regnete“ es Sessionsorden. Die Vorstellung nahm Senator Hannes Arnolds, der spiritus rector, vor. Gewidmet ist der dem 2014 verstorbenen Frontmann der „Bänkelsänger“, Franz-Josef Esser. Zentrales Motiv des Sessionsordens 2017 bildet das Haus in der Lehnstraße 27, dem ehemaligen privaten Stadthaus der Ziegelleibesitzer Rahser. Es erinnert heute noch daran, dass Hunderte von Jahren in Würselen „Läehm jebrannt“ wurde. In den späten 1960er Jahre erwarben die Eltern von Hannes Arnolds das Haus an der Lehnstraße 27. Es wurde von da an zum Elternhaus, indem Mutter Finni Arnolds heute noch wohnt. Danach stieß das rassige Mariechen Romina (Krönchen) die Tür zu einer „Kölschen Nacht“ der Spitzenklasse weit auf. Alle Register des Kölners Karnevals zogen die „Drei Colonias“, „De Räuber“ mit Frontmann Torben Klein – er hatte ein Heimspiel - und „De Halunke“. 700 Besucher waren mit ihnen ein paar Stunden lang in ihrem Element.

Dieser Text wurde freundlicherweise von Ernst-Hubert Gier zur Verfügung gestellt.

 

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Letzte Aktualisierung: 16.06.2017

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